Internationaler Tag der Demokratie - 15. September
Zum Internationalen Tag der Demokratie am 15. September: Entdecke coole Projekte, EU-Werte und Ideen für Schulen. Erfahre, wie du als Jugendlicher mitbestimmst!
Internationaler Tag der Demokratie - Demokratie lebt vom Mitmachen
Der Internationale Tag der Demokratie findet jedes Jahr am 15. September statt. Die Vereinten Nationen (UN) haben ihn 2007 ins Leben gerufen, um weltweit auf die Bedeutung demokratischer Werte und Strukturen aufmerksam zu machen. Der Aktionstag erinnert daran, wie wichtig Freiheit, Menschenrechte und politische Beteiligung für ein friedliches Zusammenleben sind.
Gerade in Zeiten, in denen demokratische Werte unter Druck geraten, soll der Tag verdeutlichen: Demokratie funktioniert nicht allein durch Wahlen. Sie lebt davon, dass Menschen ihre Rechte wahrnehmen, sich informieren und sich aktiv in die Gesellschaft einbringen.
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Worum geht es an diesem Tag?
Im Mittelpunkt stehen grundlegende Werte wie Freiheit, Menschenrechte, Gleichberechtigung, Rechtsstaatlichkeit und politische Mitbestimmung. Demokratie bedeutet mehr als die regelmäßige Abgabe einer Stimme bei Wahlen. Sie ermöglicht es, die eigene Meinung frei zu äußern, politische Entscheidungen mitzugestalten und Verantwortung für die Gemeinschaft zu übernehmen.
Zugleich soll der Aktionstag daran erinnern, dass Demokratie keine Selbstverständlichkeit ist. Demokratische Rechte und Freiheiten müssen geschützt und immer wieder mit Leben gefüllt werden. Dazu gehört auch, Informationen kritisch zu hinterfragen und sich gegen Ausgrenzung und Diskriminierung einzusetzen.
Besonders wichtig ist die Beteiligung junger Menschen. Jugendliche sollten die Möglichkeit haben, ihre Interessen einzubringen – etwa in der Schule, in Jugendvertretungen, Vereinen oder politischen Diskussionen. Der Internationale Tag der Demokratie ermutigt deshalb dazu, Fragen zu stellen, mitzudiskutieren und die eigene Stimme zu nutzen.
Wie wird der Tag begangen?
Rund um den 15. September organisieren Schulen, politische Institutionen, Jugendparlamente und Organisationen zahlreiche Veranstaltungen. Dazu gehören Workshops, Diskussionsrunden, Informationsveranstaltungen oder Tage der offenen Tür, beispielsweise in Parlamenten.
Dabei geht es auch um die Frage, wie Demokratie im Alltag gelebt werden kann. Zuhören, andere Meinungen respektieren, gemeinsam Lösungen finden und Verantwortung übernehmen gehören ebenfalls zu einer demokratischen Kultur.
Der Internationale Tag der Demokratie soll deshalb nicht nur informieren, sondern zum aktiven Mitmachen ermutigen. Denn eine lebendige Demokratie ist darauf angewiesen, dass Menschen ihre Möglichkeiten zur Mitbestimmung wahrnehmen.
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Partizipation und Demokratie in Österreich: Zwischen Wahlurne und Mitbestimmung
Österreich bietet Jugendlichen zahlreiche Möglichkeiten, sich politisch und gesellschaftlich einzubringen. Besonders sichtbar wird das beim Wahlrecht ab 16 Jahren. Österreich führte dieses 2007 als erstes Land in Europa auf allen politischen Ebenen ein. Bei der Nationalratswahl 2024 waren rund 6,35 Millionen Menschen wahlberechtigt, die Wahlbeteiligung lag bei 77 %.
Doch politische Beteiligung beginnt nicht erst an der Wahlurne. Jugendliche können sich etwa über Schülervertretungen, Jugendparlamente, Vereine, NGOs, Bürgerinitiativen oder Demonstrationen einbringen. Auch auf kommunaler Ebene gibt es Möglichkeiten, eigene Anliegen einzubringen und politische Entscheidungen mitzugestalten. Damit reicht demokratische Beteiligung vom direkten politischen Engagement bis hin zu Aktivitäten im eigenen Umfeld.
Aktuelle Zahlen zeigen, dass junge Menschen diese Möglichkeiten durchaus nutzen. Laut dem Demokratie-Monitor 2025 gaben 70 % der 16- bis 26-Jährigen an, in den vergangenen zwölf Monaten an einer Wahl teilgenommen zu haben. 57 % hatten sich in Schule, Ausbildung, Arbeit oder Nachbarschaft für ein bestimmtes Thema eingesetzt. 38 % waren bei einer Demonstration, 31 % in Vereinen, NGOs oder Bürgerinitiativen aktiv und 20 % engagierten sich in einer Interessenvertretung oder politischen Partei. Insgesamt hatten rund 90 % der Befragten mindestens eine dieser Formen politischer oder gesellschaftlicher Beteiligung genutzt.
Gleichzeitig zeigen die Daten eine deutliche Herausforderung für die Demokratie. Zwar sehen rund 90 % der jungen Menschen die Demokratie als beste Staatsform, aber nur 44 % finden, dass das politische System in Österreich gut funktioniert. Nur etwa ein Drittel der 16- bis 26-Jährigen fühlt sich im Parlament gut vertreten, und weniger als ein Viertel hat den Eindruck, dass die eigenen Interessen bei politischen Entscheidungen berücksichtigt werden.
Damit wird deutlich: Jugendliche sind nicht grundsätzlich politikverdrossen – viele wollen sich beteiligen, erwarten aber, dass ihre Beteiligung auch Wirkung zeigt. Eine aktuelle Studie mit mehr als 17.000 Jugendlichen zwischen 14 und 22 Jahren kommt sogar zu dem Ergebnis, dass 97 % sich stärker engagieren würden, wenn ihre Beteiligung spürbare Auswirkungen hätte.
Eine weitere Herausforderung ist der zunehmende Rechtsextremismus. Die aktuellen Zahlen des österreichischen Verfassungsschutzes zeigen eine deutliche Entwicklung: 2025 wurden 1.986 rechtsextremistische, fremdenfeindliche, rassistische, islamfeindliche und antisemitische Tathandlungen erfasst. Das entspricht einem Anstieg von 33 % gegenüber 2024 und einem Plus von 121 % gegenüber 2020. Bei 640 dieser Tathandlungen – also fast einem Drittel – spielte das Internet eine Rolle.
Tipp: Besuche unbedingt unsere Plattform für die Demokratie in Österreich
Partizipation und Demokratie in Deutschland: Zwischen Mitbestimmung und wachsendem Extremismus
Auch in Deutschland gibt es zahlreiche Möglichkeiten für Jugendliche, sich politisch und gesellschaftlich einzubringen. Die Rechte unterscheiden sich jedoch je nach Alter und politischer Ebene. Bei Europawahlen dürfen Jugendliche seit 2024 bereits ab 16 Jahren wählen, bei Bundestagswahlen liegt das Wahlalter weiterhin bei 18 Jahren.
Die Bundestagswahl 2025 zeigt, dass politische Beteiligung weiterhin eine große Bedeutung hat. Die Wahlbeteiligung lag bei 82 % und damit so hoch wie seit 1987 nicht mehr. Gleichzeitig beteiligten sich jüngere Menschen seltener als ältere: Bei den 18- bis 20-Jährigen und den 21- bis 24-Jährigen lag die Wahlbeteiligung bei 78 %.
Politische Beteiligung beginnt jedoch nicht erst bei Wahlen. In Schulen können Jugendliche über Klassensprecher, Schülervertretungen und Landesschülervertretungen ihre Interessen vertreten und bei Fragen des Schulalltags mitwirken. Auch Jugendparlamente und Jugendräte bieten Möglichkeiten, eigene Ideen einzubringen und mit Kommunalpolitikern ins Gespräch zu kommen. Gerade auf kommunaler Ebene wird dadurch sichtbar, wie politische Entscheidungen das eigene Umfeld beeinflussen.
Darüber hinaus können Jugendliche über Petitionen, Demonstrationen, Bürgerinitiativen, Vereine und soziale Bewegungen Einfluss nehmen. Bewegungen wie Fridays for Future haben gezeigt, dass junge Menschen politische Debatten auch außerhalb etablierter Institutionen prägen können. Gleichzeitig gewinnen digitale Plattformen an Bedeutung. Sie erleichtern politische Vernetzung, bergen aber auch Risiken durch Desinformation, Hassrede und extremistische Inhalte.
Eine besondere Herausforderung für die Demokratie ist der zunehmende Rechtsextremismus. Laut Verfassungsschutzbericht 2024 stieg das rechtsextremistische Personenpotenzial in Deutschland auf rund 50.250 Personen, nachdem es 2023 noch bei 40.600 gelegen hatte. Etwa 15.300 Personen galten als gewaltorientiert. Rechtsextreme Akteure versuchen zudem zunehmend, junge Menschen über soziale Medien und digitale Kommunikationsräume zu erreichen.
Damit gewinnt politische Bildung an Bedeutung. Demokratie muss nicht nur vermittelt, sondern im Alltag erlebt und aktiv mitgestaltet werden. Gerade angesichts von Rechtsextremismus, Desinformation und gesellschaftlicher Polarisierung ist es wichtig, dass Jugendliche ihre Beteiligungsmöglichkeiten kennen und erfahren, dass ihre Stimme gehört wird.
Tipp: Besuche unbedingt auch unsere Plattform für die Demokratie in Deutschland
Autor: Maximilian Stark, Datum: 09.09.26, Update: 15.09.26, lizenziert unter CC BY-SA 4.0
Weitere Ressourcen
Handverlesene Quellen & Weiterführende Ressourcen für Internationaler Tag der Demokratie - 15. September
- 15. September: Tag der Demokratie - bpb
- Tag der Demokratie - KAS
- Internationaler Tag der Demokratie - UNESCO
- Internationaler Tag der Demokratie - Parlament Österreich
- Google News (at) - mager
- Google News (de) - mager
- YouTube Suche
- 15. September: Internationaler Tag der Demokratie - Politik lernen
- Internationaler Tag der Demokratie - Demokratiezentrum Wien
- "Demokratie braucht viele Stimmen": bundesweite Aktion - ZDF
- Wiener Demokratie-Tag - Büro für Mitwirkung
- Tag der Demokratie am 15. September: wichtiger denn je - Schule.at
- Demokratie-Monitor 2026, Teil 1 - Uni Hohenheim 9/26 *pdf
- Demokratie-Monitor 2026, Teil 2 - Uni Hohenheim 9/26 *pdf
- Demokratie-Monitor 2026: Großteil der Bevölkerung will bei Politik mitreden - Pressemitteilung, Uni Hohenheim 9/26
- Demokratie-Monitor 2026: Rechtspopulistisches Weltbild bei 17 Prozent der Deutschen - Uni Hohenheim 9/26 *pdf
- Digitale Unterrichtsmaterialien zum Internationalen Tag der Demokratie 2026 - Bildungsserver
- Tag der Demokratie: Südwind sieht dringenden Handlungsbedarf bei der Demokratiebildung - Südwind 15.09.26
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- Internationaler Tag der Demokratie: Demokratie endet nicht am Werkstor - Mein Bezirk 02.09.26
- Wie sich die Kirche für die Demokratie einsetzen sollte - Kirche+Leben 15.09.25
- Tag der Demokratie am 15. September – wichtiger denn je - Schule.at 09.09.25
- Video: Tag der Demokratie 2021 - Was denken junge Leute über das Thema Demokratie? - aha 12/21
- Video: Junge Menschen und Demokratie in Österreich 2020 - Parlament 12/20
- Google Scholar
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