Schulstreik gegen Wehrpflicht
Plattform für den Aktionstag gegen die Wehrpflicht: Erfahre hier, wie Schüler*innen am 8. Mai 2026 gegen die Wiedereinführung der Wehrpflicht protestieren wollen.
Zentrale Plattform zum ➡️ Schulstreik gegen die Wehrpflicht am 8. Mai 2026
Der nächste Streiktermin ist am 8. Mai 2026 - dem Tag der Befreiung - lt. der Organisation "Schulstreik gegen Wehrpflicht".
Als Reaktion auf die anhaltende politische Debatte und aus Sicht der Initiativen unzureichende Zugeständnisse der Bundesregierung kündigten mehrere Aktionsbündnisse für den 8. Mai 2026 einen erneuten bundesweiten Aktionstag unter dem Motto „Nie wieder Wehrpflicht! Nie wieder Krieg!“ an. Das Datum wurde bewusst gewählt, da es historisch mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa verknüpft ist und von den Organisatoren symbolisch als Mahnung gegen Militarisierung und für eine friedensorientierte Sicherheitspolitik interpretiert wird.
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Hannes Kramer, ein Pressesprecher von „Schulstreik gegen Wehrpflicht“, betont dahingehend: „Wieso streiken? Boris Pistorius hat mit der Vorstellung der Militärstrategie klar gemacht, worum es hier geht. Es wird ein Krieg vorbereitet, für den über 460.000 junge Menschen im Schützengraben ihr Leben aufs Spiel setzen sollen. Was das bedeutet, hat uns der zweite Weltkrieg, der am 8. Mai vor 81. Jahren endete, gezeigt: Elend, Leid und Millionen Tote, während Unternehmen wie Krupp durch ihre Waffenlieferungen Rekordprofite einfuhren.“
Geplant sind wieder dezentrale Demonstrationen, Schulaktionen, Podiumsdiskussionen und digitale Kampagnen, die insbesondere junge Menschen ansprechen und den Protest breiter in die Gesellschaft tragen sollen. Inhaltlich richten sich die Aktionen weiterhin gegen verpflichtende Dienstmodelle, fordern mehr Transparenz in sicherheitspolitischen Entscheidungen und betonen Alternativen wie freiwilliges Engagement, zivile Krisenprävention und internationale Kooperation. Zugleich soll der Aktionstag den Druck auf politische Entscheidungsträger erhöhen, vor möglichen Gesetzesinitiativen stärker den gesellschaftlichen Dialog zu suchen und unterschiedliche Perspektiven einzubeziehen.
Tipp: Widerstand gegen die Wiedereinführung der Wehrpflicht
Alle wichtigen Infos für Schulstreik und Jugendproteste findest du weiter unten bei uns ➡️ Schulstreik - unbedingt besuchen! Viele Städte und Gruppen auf den Instagram Accounts hierzu
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Die Regierungskoalition hat sich am 12.11.25 auf eine verpflichtende Musterung ALLER 18-jährigen Männer geeinigt, die deutsche Staatsbürger sind (tagesschau und mdr). Finden sich aus den „wehrtauglich“ gemusterten nicht genügend Freiwillige für den Wehrdienst, wird eine Bedarfswehrpflicht eingeführt und gelost, wer zum Bund muss! - Die Jugendlichen werden beim Pflichtdienst nicht gefragt :-( Staatsräson und Kriegstüchtigkeit haben für Schwarz-Rot Vorrang.
Bessere Welt Info bietet eine unabhängige, neutrale und regelmäßig aktualisierte Plattform für den Schulstreik und Schülerproteste gegen die Wehrpflicht. Darüberhinaus bieten wir auch Informationen zur Wehrpflicht, zu Bundeswehr & NATO, zur Kriegsdienstverweigerung und Alternative Sicherheitskonzepte. Wir sind gemeinnützig und werbefrei. Nun liegt es an euch: erkunden, nutzen, verlinken und weitersagen. Wir sind offen für Verbesserungsvorschläge aus Sicht der Schüler und Jugendlichen: Kontakt.
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Der Schulstreik vom 5. Dezember 2025
Am 5. Dezember 2025 wurde im Bundestag das neue Wehrdienst-Gesetz verabschiedet. Hiergegen regte sich ein breiter Widerstand der betroffenen Jugendlichen und von Friedensgruppen.
Organisatoren waren und sind vor allem das Schülerbündnis "Schulstreik gegen Wehrpflicht", "Nein zur Wehrpflicht" (linke Jugendverbände) verschiedene Jugend- und Schülergruppen zum Beispiel Ortsverbände der Falken, viele lokale Schülerinitiativen und lose Netzwerke auf Social-Media-Kanälen. - Unterstützt werden sie von traditionellen Friedensgruppen wie dem Bundesausschuss Friedensratschlag, der auf seinem Kongress in Kassel den Aktionstag ebenfalls beschlossen hat, der DFG-VK und dem Netzwerk Friedenskooperative.
Und hier ist unsere Pressemitteilung vom 01.12.25 - Plattform und Ratgeber zum Schulstreik ...
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Die Entscheidung, den ersten Aktionstag am 5. Dezember 2025 als Datum zu wählen ging vom Jugend-Bündnis "Nein zur Wehrpflicht" aus und wurde vom Friedensratschlag in Kassel auf einem Treffen mit rund 500 Aktiven und Jugendvertretern unterstützt. Das Bündnis nannte den Termin explizit einen „Aktionstag gegen eine Wehrpflicht und die Militarisierung der Gesellschaft“.
Das Bündnis warnt vor einer zunehmenden Militarisierung der Gesellschaft und sieht in der Debatte um den Wehrdienst nicht nur eine sicherheitspolitische, sondern vor allem eine gesellschaftspolitische Richtungsentscheidung. Während die allgemeine Wehrpflicht in Deutschland seit 2011 ausgesetzt war, soll sie ab Juli 2027 in einer neuen Form wieder eingeführt werden: Alle jungen Männer ab Jahrgang 2008 werden dann verpflichtend gemustert, Frauen können sich freiwillig melden. Auf Basis eines Fragebogens und ärztlicher Untersuchungen entscheidet die Bundeswehr, wer tatsächlich eingezogen wird. Zunächst bleibt der Dienst freiwillig, bei Personalmangel ist jedoch eine verpflichtende Einberufung vorgesehen.
Der Friedensratschlag sieht darin einen Versuch, „Deutschland kriegstüchtig statt friedensfähig zu machen“. Die Aktionstage sollen daher ein deutliches Zeichen setzen, dass junge Menschen diese Entwicklung nicht widerstandslos hinnehmen wollen. Am 5. Dezember 2025 waren bereits in zahlreichen Städten Schulstreiks, Demonstrationen, Info-Stände und kreative Protestaktionen. Besonders in Freiburg, Potsdam, Berlin, Kassel, Leipzig und Halle mobilisierten Jugendringe und Friedensgruppen dazu, den Unterricht zu bestreiken und sich an öffentlichen Kundgebungen zu beteiligen.
So riefen Schüler aus Potsdam dazu auf "nicht stumm zuzuschauen, wie wir und unsere Freunde per Los zum Töten und Sterben gezwungen werden“ und forderten, dass Bildungseinrichtungen Orte des Friedens bleiben und nicht zu Rekrutierungsfeldern werden. Online kursierten Hashtags und Aufrufvideos, mit denen zur Teilnahme am Streik mobilisiert wird.
Die Organisatoren betonen, dass es sich um zivilgesellschaftliche Protesttage handelt – friedlich, basisdemokratisch und jugendpolitisch motiviert. Ziel ist, die öffentliche Debatte über Pflichtdienste, Militarisierung und soziale Gerechtigkeit neu anzustoßen. Es wird argumentiert, dass die Wehrpflicht als Pflichtdienst – ob militärisch oder zivil – junge Menschen in ihrer freien Lebensplanung beschränkt, ungleiche soziale Belastungen erzeugt und kaum zur modernen Verteidigungsfähigkeit beiträgt. Statt kurzfristiger Pflichtdienste brauche es langfristige Investitionen in Bildung, Frieden und Diplomatie.
Der Aktionstag am 5. Dezember 2025 galt als Testfall für die Mobilisierungsfähigkeit der Friedensbewegung und die politische Stimme der Jugend in sicherheitspolitischen Fragen. Sollten sich – wie erhofft – viele Tausend Schüler bundesweit beteiligen, könnte das Signal weit über den Tag hinausreichen: gegen eine Militarisierung des Alltags, für eine demokratische Friedenskultur und gegen die Vorstellung, Sicherheit ließe sich nur durch Militär und Zwangsdienste erreichen.
In mehr als 80–90 Städten streikten und protestierten Schüler, wobei Angaben über die Teilnehmerzahlen bundesweit zwischen rund 40.000 und mehr als 55.000 lag; in Berlin versammelten sich etwa 3.000, in Potsdam rund 1.000 sowie mehrere Hundert bis Tausend in weiteren Städten wie Köln oder Dortmund – und auch in kleineren Orten fanden Kundgebungen statt. Doch eine politische Reaktion fiel aus - die Bundesregierung führt ihre Wehrpflicht-Pläne ohne Einschränkungen oder Änderungen weiter.
Der Schulstreik vom 5. März 2026
Bereits am 5. März 2026 war in vielen deutschen Städten erneut ein bundesweiter Schulstreik gegen die drohende Wiedereinführung der Wehrpflicht — als Teil eines von Schüler*innen initiierten Aktionstags. Organisatoren waren vor allem das Schüler Bündnis "Schulstreik gegen Wehrpflicht". Ziel war es den politischen Druck gegen die Wehrdienst-Pläne aufrechtzuerhalten.
In den Wochen rund um den Streik beteiligten sich zehntausende Schüler sowie Studierende in zahlreichen Städten an Demonstrationen, Kundgebungen und Diskussionsformaten. Neben Kritik an einer möglichen Wiedereinführung oder Ausweitung von Dienstpflichten rückten dabei auch Fragen nach sozialer Gerechtigkeit, individueller Freiheit und der Ausgestaltung moderner Sicherheitskonzepte stärker in den Fokus.
Allein in Berlin versammelten sich mehrere tausend Teilnehmende am Brandenburger Tor, wo Redebeiträge, Plakate und Sprechchöre die Ablehnung eines verpflichtenden Wehrdienstes deutlich machten. Die Aktionen waren bewusst sichtbar und öffentlichkeitswirksam gestaltet, um möglichst viel mediale Aufmerksamkeit zu erzeugen.
Neben klassischen Demonstrationszügen fanden am 5. März auch vielfältige Protestformen statt. Dazu gehörten Sitzstreiks vor Schulen, symbolische „Unterrichtsboykotte“ oder spontane Diskussionsrunden auf öffentlichen Plätzen. In einigen Städten organisierten lokale Gruppen zusätzlich Informationsveranstaltungen und offene Mikrofone, bei denen Schüler ihre Perspektiven schildern konnten. Besonders auffällig war die starke Vernetzung über soziale Medien, über die Treffpunkte, Routen und kurzfristige Aktionen koordiniert wurden. Schätzungen zufolge beteiligten sich bundesweit zehntausende junge Menschen.
Autor: Maximilian Stark 11.11.25, Update: 07.05.26 lizenziert unter CC BY-SA 4.0
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